Kann fast immer mit Ball stattfinden
Fußballspezifische Ausdauer besteht nicht nur aus sturem
Rundenlaufen (auch wenn viele Trainer das
vielleicht denken).
Vielmehr beinhaltet sie ständige Richtungs- und Tempowechsel.
Fußballer, die 90 Minuten in einem Tempo über den Platz schleichen,
haben im modernen Fußball eigentlich keine Daseinsberechtigung.
Ausdauertraining kann sehr gut in Übungsformen mit technisch-taktischem Inhalt
verpackt werden, die als Parcours ablaufen (ohne Pausen).
Wenn man hier verschiedene technische Elemente einbringt, kann man
sogar zusätzlich die Koordinations- und Konzentrationsfähigkeit
trainieren.
Die wichtigste Trainingsform für das fußballspezifische Ausdauertraining sind jedoch große Spielformen. Bei diesen sollte darauf geachtet werden, dass
der konditionelle Anspruch auf jeden Fall erfüllt wird. Wichtig: großes Spielfeld, motivierende Anweisungen des Trainers, den Spielern sollte
der Sinn (Ausdauertraining) bewusst sein. Das beste Ausdauertraining ist ein Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner.
Schnelligkeitstraining
Reines Schnelligkeitstraining (das der Verbesserung der Höchstgeschwindigkeit bzw. des Antritts dient) sollte immer
in ausgeruhtem, aber gut aufgewärmtem Zustand stattfinden. Auf diesem Grundsatz basierend sollte es somit
an den Anfang des Hauptteils gelegt werden und in eine Trainingseinheit, in der die Spieler vollständig regeneriert sind.
Grundsätze des Schnelligkeitstrainings:
Alle Aktionen müssen mit maximaler Geschwindigkeit ablaufen.
Die Pausen müssen so lange sein, dass sich die Spieler
vollständig erholen können.
Die Zeichengebung durch den Trainer sollte optisch sein, d.h.
z.B. Trikot fallen lassen, Arm heben,
gerade oder ungerade
Fingerzahl zeigen (Auswahlreaktion).
Optische Reize entsprechen den
Anforderungen im Spiel und fördern die Konzentration.
Beim eigentlichen Laufen sollten azyklische Bewegungen notwenig
sein (d.h. Haken schlagen, seitwärts laufen, Drehungen; zusätzlich
koordinative
Elemente wie Sprungkombinationen, Stangenwald,
Hindernisse.
Es gilt also: Im Fußball läuft man selten einfach geradeaus,
also sollte man auch nicht so trainieren.
Richtige Distanz für Sprints: maximal 30m, besser 15-10m.
Mögliche Trainingsformen:
Um 100% Einsatz zu erreichen bieten sich immer Wettkämpfe
zwischen zwei Gruppen an.
Fangspiele eignen sich hervorragend zur Schnelligkeitsschulung und
enthalten viele azyklische Bewegungsformen (Drehung,
Körpertäuschung, Zwischenspurt etc.).
Beispiele: Kettenfangen, Trikotfangen, 1:1-Fangen u.ä.
Auch 1:1-Wettläufe mit Ball und abschließendem Torschuss können
genutzt werden (Motivationsaspekt). Dabei ist ggf. darauf zu achten,
dass der
Spieler ohne Ball einen längeren Weg hat (u.U. Aufbau
anpassen).